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"Ist all das was passiert ist nun ein Glück oder ein Unglück?" fragte ich Freya, als ich ihr im Personalbüro der Disentiser Bergbahnen meine vorzeitige Kündigung überreichte. Wir zuckten beide mit den Schultern Man kann es sehen wie man will. Doch schon jetzt denke ich: es ist gut, wie es ist; auch wenn manches noch weh tut.

Vor 9 Monate habe ich hier den letzten Beitrag geschrieben. Ich ging mit unseren Auswanderungsplänen schwanger. Nachdem unsere Planung fürs 2022 konkretere Formen angenommen hatte, versuchten wir die Dinge aufzugleisen.

die Coronakrise sorgt bei viele Kleinunternehmerinnen für Krisen und schlaflose Nächten. Für mich zeichnet sich jetzt ein Weg ab. Wer weiss, vielleicht ist das, was nun unerwartet Früchte trägt für manche andere Kleinunternehmerin auch eine Möglichkeit?

Als mich Isabella die österreichische Hostelbetreiberin an der Reception des wunderschönen Hostels gerade einchecken lassen will, sage ich zu ihr "Ich habe einen Berg Probleme". Sie unterbricht ihre Arbeit, schaut mich aufmerksam an und ich erzähle ihr, dass

"Bist Du zum Einsiedler geworden?" diese Frage wurde mir vor einigen Tagen zu Recht gestellt. Ich bin tatsächlich in der Versenkung verschwunden und habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging.

Einige Fragen wurden mir in den letzten Wochen immer wieder gestellt. Die will ich hier nun mal öffentlich beantworten, denn es ist meiner Erfahrung mit einem Blog ähnlich wie im Klassenzimmer: ein(e) Mutige(r) stellt die Frage, die andere auch gehabt hätten :-) .

Die Coronakrise tobt. Auch auf mich wartete eine Überraschung, als vor 12 Tagen die Rezeptionistin, mit Mundschutz ausgerüstet, vor der Tür meines Appartements stand und sagte, sie habe "a proposition".

Das mit der Liebe zu einer Gegend ist genau so seltsam, wie mit der Liebe zu einem Menschen: der nüchterne Blick sagt mir "Hier ist nix Besonderes. Hier ist es trocken, ein bisschen grün, es hat ein paar Hügel und ja...

"Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen", soll John Lenon gesagt haben. Das trifft in der aktuelle Situation wohl für uns alle zu. Auch für mich Reisende.

Bei einer ersten Wanderung in einem fremden Land stellen sich viele Fragen: Wie sind die Wege wirklich? Wie zuverlässig ist die Signalisation? Da ich nicht zu den Superhelden gehöre, habe ich meine erste Wanderung mit Vorsicht angetreten - und eine gute Erfahrung gemacht.

Es ist soweit. Meine Wohnung in Büren habe ich heute Morgen abgegeben. Alles was ich besitze ist im Bastelraum in Lyss eingestellt. Gerade sitze ich im Zug Richtung Genf und erhole mich von der Hektik die entstanden ist, weil der Postboten ausgerechnet heute eine Abholungseinladung für morgen (! - bin ich ja gar nicht mehr da) deponiert hat. Es...

"Wenn Sie wollen, dass Ihr Leben sich verlangsamt und Ihnen nicht davonläuft, sollten Sie im Augenblick leben und sich völlig darauf einlassen.
Dadurch wird Ihr Leben tatsächlich zu einem Abenteuer, das Sie geniessen können, anstatt ein Routineablauf, der Sie bis zu Ihrem letzten Atemzug auf Trab hält."

Dan Kieran 


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